Unsere Argumente

 

Zahlreiche Argumente sprechen gegen die Realisierung der geplanten Landesgartenschau (LGS) in Erlangen:

Das geplante Areal der Erlanger Landesgartenschau liegt zu 75% in einem durch Hochwasser gefährdeten Landschaftsschutzgebiet (westlicher Teil). Die anderen 25%  befinden sich auf dem Großparkplatz West. Die Autobahn A73  (Frankenschnellweg) zerschneidet die Landesgartenschau.

  1. Massive Beeinträchtigungen des Landschaftsschutzgebietes: Mit der LGS auf der Wöhrmühlinsel und in den Regnitzauen wird ein empfindliches Biotop zerstört werden. Damit würde man auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz §26(2) verstoßen. Die geplanten Grillplätze und Eventflächen werden das Müllproblem und die Lärmbelastung im gesamten Landschaftsschutzgebiet noch verstärken. Eine Kulturbühne, Großveranstaltungen und Gastronomie sorgen für eine weitere Beschallung von ganz Alterlangen.
  2. Ökologische Abwertung statt Aufwertung: Die LGS schafft in Erlangen keine neuen Grünflächen, sondern eine einmalige, naturnahe Flußaue wird umgebaut in eine am Reißbrett entworfene Gartenbau-Parkanlage.
  3. Hochwassergefahr im Gebiet der Landesgartenschau: Die LGS soll in einem Überschwemmungsgebiet stattfinden. Das Hochwasser gefährdet die LGS in der Bauphase, während der Ausstellung und in den Folgejahren. Die Nachhaltigkeit ist damit nicht gewährleistet.
  4. Teuere und unattraktive private Parkhäuser: Der geschätzte Großparkplatz wird wesentlich teureren und unbeliebten Parkhäusern weichen müssen. Der „Abholparkplatz“ hinter dem Bahnhof wird verschwinden.
  5. Riesiges Verkehrschaos durch Verlagerung des Busbahnhofs: Auch für den Busbahnhof wird es keinen angemessenen Platz mehr geben. Ein neuer Busbahnhof ist hinter den Arcaden vorgesehen. Konsequenz: Neben dem bisherigen starken Verkehr fahren zukünftig dort auch noch die Reise- und Landkreisbusse. Zudem müssen auch die Landratsamts-Mitarbeiter und -Besucher sowie die StUB durch den engen Güterhallentunnel geschleust werden.
  6. Ladensterben in der Innenstadt: Jahrelange Baumaßnahmen in sensiblen Innenstadtgebieten werden das dortige Ladensterben noch weiter forcieren.
  7. Unkalkulierbares Kostenrisiko: Bisher werden 16 Millionen Euro Investitionskosten

(Investitionshaushalt) veranschlagt. Hierbei sind noch keine Kosten für den Rückbau und die nachhaltige ökologische Pflege enthalten. Zudem ist damit zu rechnen, dass die kalkulierten Kosten bis 2024 weiter steigen werden, die Zuschüsse in Höhe von 3,6 Mio. € bleiben aber gleich. Hinzu kommen auch noch die Kosten für die Durchführung (Durchführungshaushalt). Diese refinanzieren sich nur teilweise durch Einnahmen, wie Eintrittsgelder. Zu den möglichen Durchführungskosten macht die Stadt bisher jedoch keine konkreteren Angaben.

  1. Keine nachhaltige Investition: Nach der Landesgartenschau soll der begrünte Großparkplatz zurückgebaut werden und einer privaten Wohn- und Gewerbebebauung weichen. Ein derartiges Vorgehen kritisiert auch der Oberste Bayerische Rechnungshof.
  2. Unsinnige Geldverschwendung: Der geplante Umbau des alten Parkhauses zu einer „atriumartigen Blumenhalle“ und anschließende Abriß nach der LGS ist ein echter Schildbürgerstreich, ebenso die geplante Brücke über die Autobahn, mit 2 sündhaft teueren Außenaufzügen. Denn gleich nebenan befindet sich schon ein großer Doppeltunnel.
  3. Keine angemessene Größe für das LGS-Gebiet: Das Areal der LGS ist zu klein, um attraktiv zu sein.
  4. Wirre Stadtplanung – neuer Stadtteil zwischen Bahndamm und Frankenschnellweg: Der heutige Großparkplatz soll einem neuen Stadtteil mit angeblich hohen ökologischen Anforderungen weichen, gelegen zwischen A73, zahlreichen Parkhäusern mit Anfahrts- und Abfahrtslärm, sowie neu ausgebauten Bahnlinien! Wer möchte hier gerne wohnen?
  5. Hohe Lärm- und Abgasbelastung: Diese ist neben der A 73, wo die LGS stattfinden soll, enorm hoch.

 

Schildbürgerstreiche und grandiose Steuergeld-Verschwendung


Die Bewerbungsbroschüre der Stadt Erlangen zur Landesgartenschau 2024 in Erlangen
enthält zahlreiche Planungs-Vorschläge, welche auch der Stadt „Schilda“ zur Ehre gereichen
würden:


1.
Das alte Parkhaus am Großparkplatz hinter dem Bahnhof soll für die LGS begrünt werden
und als Blumenhalle dienen. Dazu wird es teuer
umgebaut, um Sonnenlicht durch eine Art
Atrium ins Innere des Gebäudes zu leiten. Nach der LGS wird dann das Gebäude
abgerissen!


2. Über die Autobahn soll eine
Fußgängerbrücke für die Besucher der LGS gebaut werden.
Da die Autobahn auf einem Damm verläuft, muss das Bauwerk einen
Höhenunterschied von
mindestens 10m
überwinden. Da haben die Besucher der LGS wenigstens beste Aussicht auf
den täglichen Fahrzeugstau! Da die Brücke behindertengerecht gebaut sein muss, werden
zwei teure Außenaufzüge montiert werden, welche auch hohe Wartungskosten
verursachen. Vandalismus-Schäden sind vorprogrammiert. Diese Geldausgaben sind nicht zu
rechtfertigen, wenn man bedenkt, dass in ca. 80-100m Entfernung ein großer Doppeltunnel
existiert, bei dem sogar Rad- u. Fußweg vom Autoverkehr getrennt sind.


3. Die LGS ist stark gefährdet durch jährlich auftretendes
Hochwasser der Regnitz. Nach dem
Hochwasser müssen die Wege und Beete von der Stadt wieder hergerichtet werden,
manchmal mehrmals im Jahr! Eine
Dauerbelastung des Stadtsäckels. Oder man lässt nach
der LGS alles wieder „vergammeln“.


4. Die
Teilfläche Großparkplatz wird zur LGS begrünt und attraktiv hergerichtet
(Themengärten, „urban gardening“). Nach der Gartenschau wird
alles wieder abgerissen
und der Wohnbebauung geopfert. Dies ist keine Nachhaltigkeit, welche allein Investitionen
rechtfertigt!


5. Das Gelände der Landesgartenschau und der Großparkplatz sind stark belastet mit
Lärm-
und Abgasemissionen
. Es ist daher unattraktiv für die Besucher der Ausstellung und völlig
ungeeignet für eine Wohnbebauung. Außerdem gefährdet es die
Gesundheit der künftigen
Bewohner.


6. Der Regnitzgrund ist
Landschaftsschutzgebiet. Die Stadt Erlangen spricht in der
Bewerbungsbroschüre selbst von einem „
Schatz„. Dieser Schatz soll jetzt für lächerliche 3,5
Mill. € Zuschuss
geopfert werden. Gemäß §26,2 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG)
sind in einem Landschaftsschutzgebiet alle Handlungen verboten, welche den Charakter des
Gebietes verändern. Dort sollen aber die Besucher während der LGS Beete mit Gemüse und
Obstbäume anpflanzen und auch ernten.
Naturlandschaft wird so zur Gartenbau-
Landschaft
!

 

Was ist der Unterschied?

In Nürnberg wird jetzt das Pegnitzgebiet -Ost unter Naturschutz gestellt,in Erlangen wird das Biotop im Regnitzgrund für 3,6 Millionen Euro Zuschüsse geopfert für eine fragwürdige Landesgartenschau an der Autobahn und mitten im Hochwasser-Überschwemmungsgebiet. Was ist der Unterschied?

Laut Bewerbungsbroschüre der Stadt zur Landesgartenschau ist doch auch der Regnitzgrund ein „Schatz“. Dort werden zahlreiche seltene Tierarten vertrieben, darunter die Blaue Prachtlibelle, welche auf der Roten Liste 3 der vom Aussterben bedrohten Tierarten zu finde ist.

Was ist der Unterschied

 

Neue-Fragen-zur-Buergerfragestunde-im-Stadtrat-am-30-3-2017

 

BI_gegen_LGS_Flyer_Entscheid-fertig

 

Abstimmung des Naturschutzbeirates der Stadt Erlangen vom 23.11.2015

Der Naturschutzbeirat der Stadt Erlangen hat sich am 23.11.2015 einstimmig gegen die Landesgartenschau 2024 ausgesprochen!

Siehe hierzu  TOP 1 der Niederschrift:

NatBeirat Niederschrift_23.11.2015 oeffentlich_ (2) vom