A -Z

 A  Alzenau

Landesgartenschau 2015:
Nur 270 000 Besucher, weit weniger als kalkuliert!

A  Andere Großprojekte der Stadt Erlangen

Hallenbad, Sanierung Frankenhof, STUB

A  Areal der Landesgartenschau Erlangen

Das Areal der Landesgartenschau umfasst den heutigen Großparkplatz (östlichen Teil) und
die nördliche und südliche Wöhrmühlinsel mit angrenzenden Wiesen, zwischen Autobahn und Regnitz gelegen (westlicher Teil).
Das gesamte Gelände der LGS wird durch Autobahn und den Radweg (Wiesenweg), welcher während der Ausstellung geöffnet bleibt, in 3 Teile zerschnitten.

B  Bamberg

Landesgartenschau 2012: Defizit -3,7 Mill. €

B  Bayerischer Oberster Rechnungshof

Der  Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert: Die Vergabe von Gartenschauen ist intransparent. Die Umgestaltung vorhandener Grünflächen und Anlagen ist nicht förderungsfähig. Das Gelände muß der Allgemeinheit auf Dauer uneingeschränkt zugänglich sein und darf nicht nach der Landesgartenschau verpachtet oder bebaut werden. Es dürfen auch keine Teilflächen eines Gartenschaugeländes in einen Bebauungsplan einbezogen werden oder bebaut werden! Bei Verstößen ist über eine Rückforderung nicht zweckentsprechend eingesetzter Mittel zu entscheiden.

B  Blauflügelige Prachtlibelle

Diese seltene Libellenart wurde 2013 / 14 zur Ur-Einwohnerin Erlangens gewählt. Sie steht auf der Roten Liste 3 der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Sie kommt nur noch im Biotop des Regnitzgrundes vor. Deshalb wurde sie auch zum Maskottchen unserer Bürgerinitiative. Ob das Tier nach der Landesgartenschau noch dort zu finden ist, bleibt fraglich.

B  Blumenhalle

Das alte Parkhaus am Großparkplatz soll umgebaut werden zu einer atriumartigen, lichtdurchfluteten Blumen-Ausstellungshalle. Nach der LGS wird es dann abgerissen! (Investition in eine Abriss-Immobilie ist reine Steuergeldverschwendung!)

B  Bodenbrüter

Die Stadt Erlangen hat auf den landwirtschaftlich genutzten Wiesen westlich der Regnitz 2015 eine Anleinpflicht für Hunde erlassen, um die Bodenbrüter zu schützen. Doch es wurde noch kaum ein Bodenbrüter gesichtet, da diese seltenen Vögel dort  nicht brüten können. Die Wiesen werden im Januar und Februar mit Gülle gedüngt. Danach kommen die Schafe. Ende April werden die Wiesen bereits gemäht und dann insgesamt viermal im Jahr.
Es gibt aber noch Bodenbrüter im Bereich der südlichen Wöhrmühlinsel, dort wo hohes Gras wächst und keine Mahd mehr erfolgt. In diesem Areal schützt die Stadt diese Vögel aber nicht, sondern es soll im Brutgebiet eine Landesgartenschau veranstaltet werden. Die Wiese wird in Freizeitflächen, Sportfelder und Grillplätze umgewandelt. Bis zu 1 Million Besucher werden ein Brüten auch dort unmöglich machen.

B Briefwahl zum Bürgerentscheid

Die Stadt Erlangen informiert:

https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1454/888_read-33703/

B  Bürgerentscheid

Der Bürgerentscheid kommt am 7. Mai 2017
„Sind Sie dafür,dass die geplante Landesgartenschau in Erlangen gestoppt wird?“

B  Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau Erlangen

Die BI hat innerhalb der Rekordzeit von 9 Wochen 7500 Unterschriften gesammelt und eingereicht. Die erforderlichen 4197 Unterschriften für einen Bürgerentscheid wurden so weit übertroffen.. Es werden immer noch Unterschriftenlisten abgegeben, so dass inzwischen doppelt so viele Unterschriften eingegangen sind wie erforderlich (ca. 8500)!

B  Bundesnaturschutzgesetz

Im § 26 (2) steht geschrieben:
„In einem Landschaftsschutzgebiet sind…alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.“

C  Chemie

Herbizide (Glyphosat) und Kunstdünger sollten im Wasserschutzgebiet und Hochwassergebiet Regnitzgrund verboten sein. Wird die Stadt Erlangen darauf verzichten und die Beete in Handarbeit unkrautfrei  halten?

D  Defizit

Gartenschauen sind in der Regel defizitäre Veranstaltungen. Sie entpuppen sich als ein Lotteriespiel mit Steuergeldern. Dabei sind „Gewinne“ so selten wie bei echten Lotterien. Hier die bundesweite Hitparade der  schlimmsten Nieten:

 

HITPARADE DER DEFIZITÄRSTEN GARTENSCHAUEN

 

1. Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014 – 37  Mill.   €
2. IGA Rostock 2003 – 20  Mill.   €
2. BUGA Koblenz 2011  – 20 Mill.   €
3. BUGA Havelregion 2015 – 11  Mill.   €
4. BUGA München 2005 – 8,8 Mill.  €
5. Landesgartenschau Papenburg 2014 – 5,8 Mill.  €
6. Landesgartenschau Ostfildern 2002 -5,0 Mill.  €
7. Landesgartenschau Landau 2015 – 4,5 Mill. €
8. Landesgartenschau Bamberg 2012 – 3,7 Mill. €
9. Landesgartenschau Böblingen 1996 -3,5 Mill.  €
11.  Landesgartenschau Eutin 2016 -3,4 Mill.  €
12. Landesgartenschau Trier 2004 – 2,9 Mill. €
13. Landesgartenschau Giessen 2014 – 2,6 Mill. €
14. Landesgartenschau Neu-Ulm 2008 – 1,7 Mill.  €
15. Landesgartenschau Winsen a. d. Luhe 2006 -1,6 Mill. €

 

Wo wird sich Erlangen einreihen?

D  Durchführungskosten

Das sind z.B. die Kosten des Zaunes um das Gelände, Personalkosten für Aufsichtspersonen, Kasse, Reinigung, Marketing und Werbung, Kosten für temporäre Parkplätze, etc..

E  Eintrittsgelder

Die Eintrittsgelder sollen die Durchführungskosten abdecken.Wenn aber z.B. wegen Hochwasser, schlechtem Wetter oder mangelhafter Attraktivität die kalkulierten Besucherzahlen nicht erreicht werden, werden oft die Eintrittspreise vergünstigt angeboten. Die Kalkulation stimmt dann nicht mehr.

E  Einzäunung

Die Absperrung des Geländes der LGS in Erlangen mit Zäunen wird schwierig. Denn das Areal wird durch die Autobahn und den Radweg (Wiesenweg, welcher zur LGS nicht gesperrt werden soll) in 3 getrennte Teilbereiche zerschnitten. Die Besucher müssen ständig von einem Abschnitt zum anderen wechseln. Um die Vermüllung der Zäune bei Hochwasser zu bekämpfen, sind abklappbare Zäune im Gespräch!

E  Erlangen

Universitätsstadt, derzeit 112 000 Einwohner

F  Fasan

Im Bereich der südlichen Wöhrmühlinsel hat der Wildfasan sein Revier. Bereits das nahe Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei hat dieses Revier stark beschnitten. Die drohende Landesgartenschau wird ihn wahrscheinlich ganz vertreiben.

F  Feldhasen

Im Bereich der Wöhrmühlinsel leben noch einige Feldhasen, die aber leider immer noch bejagt werden. Die Landesgartenschau wird ihnen ihre letzten Verstecke zerstören.

F  Fläche der Landesgartenschau Erlangen

Die Fläche der LGS Erlangen beträgt ca. 24 Hektar (inclusive Flußraum). Dieser Flußraum wurde trickreich einbezogen, um die sehr kleine Fläche größer erscheinen zu lassen. Zum Vergleich: Die LGS Bayreuth war mit 45 Hektar fast doppelt so groß!

F Flyer

Ca. 50 000 dieser Flyer wurden im Stadtgebiet verteilt!

F  FÖG

Das ist die Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen mbH. Der Zuschlag für eine Landesgartenschau wird erst dann wirksam, wenn die Kommune mit der FÖG einen entsprechenden Gesellschaftsvertrag (als Durchführungs GmbH) abschließt. Die Kommune verpflichtet sich durch diesen Vertrag, für die Tätigkeit der FÖG Kostenersatz mit festen Tagessätzen zu leisten und Reisekosten zu erstatten.
Außerdem muss von allen Einnahmen der Gartenschau (Eintrittsgelder, Mieten, Pachten, sonstiger Verkäufe) ein bestimmter Prozentsatz an die FÖG abgeführt werden (Quelle: orh.bayern.de)

F  Freunde zur Abwehr der Landesgartenschau 2024 in Erlangen

Beliebte facebook-Seite und Keimzelle der Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau Erlangen

G  Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Durchführungs GmbH

Um eine LGS duchführen zu können, muss eine eigene GmbH gegründet werden, mit einem Geschäftsführer an der Spitze. Die Geschäftsführung wird von einem Aufsichtsrat kontrolliert. Chef des Aufsichtsrates ist in der Regel der Oberbürgermeister der Stadt.

G  Grillplätze

Auf der südlichen Wöhrmühlinsel sind laut Bewerbungsbroschüre mitten im Biotop Grillplätze vorgesehen. Wir halten dies für nicht sinnvoll. Denn die bereits bestehenden Grillplätze am westlichen Rand des Regnitzgrundes und am süd-östlichen Ufer an der Bayernstr. sind von der Wöhrmühle aus in nur 5 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen. Sie sind keineswegs überlastet, denn es werden dort zusammen  maximal 50 – 100 Personen angetroffen, die an diesen Stellen regelmäßig grillen (0,1 % der Gesamtbevölkerung).

H  Haushalt der Stadt Erlangen

Erlangen ist keineswegs eine reiche Stadt:
Geringe Gewerbesteuer-Einnahmen: Ca.70 Mill. €  pro Jahr
(Zum Vergleich: Bayreuth 80 Mill. € pro Jahr, Ingolstadt 190 Mill. € pro Jahr, Regensburg 200 Mill. € pro Jahr)
Neuverschuldung 2017: 6,28 Mill. €
Schuldenstand bis 31.12.2017: 160,91 Mill. €

H  Hochwasser

Das westlich der Autobahn gelegene Areal der Landesgartenschau liegt im Hochwasserschutzgebiet der Regnitz. Hochwässer treten regelmäßig auf und überschwemmen den gesamten Regnitzgrund. Auch die Anlagen der LGS wären betroffen. Sie müssten nach dem Hochwasser regelmäßig wieder hergerichtet werden. Die LGS müsste bei Hochwasser unterbrochen werden (mindestens 2 Wochen).

I  Investitionshaushalt für die Landesgartenschau

Laut Bewerbungsbroschüre der Stadt plant man mit 15,87 Mill.€
Dem steht gegenüber eine Maximalförderung von 3,6 Mill.€
Verbleibender Anteil der Stadt: 12,227 Mill. €
Stand: 2016
Sehr wahrscheinlich werden die Kosten bis 2024 noch erheblich steigen, während die Zuschüsse konstant bleiben.

J  JA

Möchten Sie die Landesgartenschau verhindern, so stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 7. Mai 2017 mit Ja!

J  Janik Dr. Florian

Oberbürgermeister, SPD, Befürworter der Landesgartenschau

K  Kostenrisiko und Kostenexplosion

Es gibt genug Beispiele für die Kostenexplosion kommunaler Bauvorhaben.
Beispiele: Berliner Flughafen, Elbphilharmonie  Hamburg, Bundes- u. Landesgartenschauen, wie z.B. LGS Deggendorf
Auch die LGS Erlangen könnte sich verteuern, da in dem langen Zeitraum bis 2024 weder die Kostenentwicklung noch die Inflationsrate sicher kalkuliert werden können.

K  Kulturbühne

Auf der nördlichen Wöhrmühlinsel ist eine Kulturbühne, als Naturbühne in gestuftem Rund, geplant. Dort werden auch Großveranstaltungen stattfinden, z. B. Musik-Events mit der Beschallung ganz Alterlangens.

L  Ladensterben

Die Besitzer der Altstadt-Läden sind sehr besorgt. Sie befürchten ein weiteres Ladensterben aus folgenden Gründen:                                                           Ausbleibende Kunden aus dem Umland beim Wegfall des beliebten Großparkplatzes.                                                                                                                         Nach den ewigen Baustellen der Bahn werden auch weitere Baustellen für die Arbeiten zur LGS und „Regnitzstadt“, sowie schließlich der Stadt- Umlandbahn (STUB), viele Geschäfte ruinieren.

L  Lärm

Das Areal der LGS wird durch die Autobahn zerschnitten. Die Lärmbelastung ist für die Besucher enorm und macht die Ausstellung unattraktiv! Unsere Messungen haben bei Windstille ergeben:
68 dB(A) beim Vorbeifahren von LKWs.
Mit Lärmbelastung müssen auch die Bewohner von Alterlangen rechnen, vor allem, wenn große Events und Musikveranstaltungen abgehalten werden (Nördliche Wöhrmühlinsel).

L  Landesgartenschau

Jedes Bundesland bietet die Durchführung einer Landesgartenschau an.
Erlangen bewarb sich für 2024 und erhielt als einziger Bewerber, wenig überraschend,  den Zuschlag.
Andere Städte haben schon öfter die Bewerbung zurückgezogen, meistens aus Kostengründen.
Beispiel: Traunstein, Bad Iburg, Limburg, Görlitz

L  Landschaftsschutzgebiet

Der westliche Teil des Areals der LGS liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. Dort herrscht heute ein Betretungsverbot für Menschen, und deswegen hat sich besonders an der südlichen Wöhrmühlinsel ein wertvolles Biotop entwickelt. Zur Landesgartenschau wird das Biotop umgestaltet. Freizeitflächen, Sportfelder und Grillplätze sind vorgesehen, und bis zu 1 Million Besucher werden eindringen.                     Im Bundesnaturschutzgesetz steht aber geschrieben, §26(2):                                 „In einem Landschaftsschutzgebiet sind…alle Handlungen verboten,die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.“

M  Mehrheit im Stadtrat

Die Ampelkoalition und die CSU sind für die LGS
ÖDP, FW und Linke sind gegen die LGS
Eine scheinbare Übermacht pro LGS

M  Mehrheit der Bürger

Die Bürgerinitiative hat an den Infoständen und bei der Unterschriftensammlung erfahren, dass an der Basis der Parteien eine ganz andere Stimmung herrscht. Kaum ein Bürger hat sich positiv zur LGS geäußert.
Es ist zwar der Kampf David gegen Goliath. Aber die Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau Erlangen rechnet sich dennoch Chancen aus, den Bürgerentscheid zu gewinnen!

M  Müll

Schon heute ist der Regnitzgrund stark durch Wegwerfmüll belastet. Manche Stellen sind regelrecht verseucht mit Glasscherben, Kronkorken und Plastik. Durch die Landesgartenschau wird das Müllproblem auch ins Biotop gebracht, und besonders Großveranstaltungen werden es noch verstärken.

N  Nachhaltigkeit

Viele geplante Investitionen zur LGS Erlangen sind nicht nachhaltig.
Beispiele:
Das westliche Areal der LGS Erlangen liegt im Hochwasserschutzgebiet der Regnitz. Bei jedem der fast jährlich auftretenden Hochwässer werden die Wege und Anlagen beschädigt und müssen teuer wieder hergerichtet werden.
Das alte Parkhaus am Großparkplatz soll mit viel Geld umgebaut werden zu einer atriumartigen, lichtdurchfluteten Blumenhalle. Nach der Landesgartenschau wird es aber dann abgerissen.
Der Großparkplatz wird temporär bepflanzt („Urban gardening, Blumenbeete). Nach der LGS wird aber alles entfernt und der gesamte Großparkplatz bebaut.

N Naturschutzbeirat

Der Naturschutzbeirat der Stadt Erlangen hat sich am 23.11.2017 einstimmig gegen die Landesgartenschau 2024 ausgesprochen!
Siehe hierzu TOP 1 der Niederschrift:
NatBeirat Niederschrift_23.11.2015 oeffentlich_ (2) vom

N  Naturschutz im Regnitzgrund

Dort, wo die LGS im Regnitzgrund  geplant ist, herrscht heute überwiegend ein  Betretungsverbot. Große Teile des Geländes sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Besonders im südlichen Teil der Wöhrmühlinsel hat sich ein wertvolles Biotop entwickelt.

O  Ökologie – Definition

Definition laut Duden: 1. Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt; Lehre vom Haushalt der Natur 2. Gesamtheit der Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt; ungestörter Haushalt der Natur

O  Ökologische Folgen der Landesgartenschau

Die Stadt Erlangen schreibt in Ihrer Bewerbungsbroschüre von ökologischer Aufwertung des  Biotopes durch die Landesgartenschau. Tatsächlich kommt es aber zu einer ökologischen Abwertung, teils mit katastrophalen Auswirkungen auf die Tier- u. Pflanzenwelt.
1. Auf der nördlichen Wöhrmühlinsel wurde das Gelände bereits im Herbst 2015 ausgeräumt. 28 Bäume, teilweise uralte, wertvolle Exemplare, wurden gefällt. Zum Ersatz wurden einige Nistkästen angebracht.
2. Auf der südlichen Wöhrmühlinsel, die heute kaum zugänglich für Menschen ist, hat sich deshalb ein besonders wervolles  Biotop entwickelt. Dieses Gebiet soll nun für Menschen erschlossen werden und für die Anlage von Freizeitflächen, wie Grillplätzen und Sportfeldern umgestaltet werden. Bis zu 1 Million Besucher werden das Ökosystem beeinträchtigen.
3. Es werden Wege angelegt und ein über 100m langer Ufersteg (der „Lange Steg“) ist vorgeschlagen. Dazu müssen zahlreiche Bäume und Büsche gerodet werden. Dazu kommt die Verkehrssicherungspflicht, so dass auch die restlichen Bäume an den Wegen stark beschnitten werden. Die wirr wachsenden  Auwaldreste verlieren damit ihren Urwaldcharakter und ihre Funktion als Versteck für seltene Tiere.
4. Die gut gemeinte Anpflanzung von Obstbäumen auf den Wiesen neben der Autobahn wird sich als Insektenfalle erweisen. Da laut Bewerbunsbroschüre östlich der Autobahn Blumenbeete und „urban gardening“ vorgesehen sind, und westlich der Autobahn blühende Obstbäume die Insekten anlocken, werden diese ständig über die Autobahn von einer Seite zur anderen wechseln und zu Tausenden an den Windschutzscheiben der Autos verenden.

P  Parkplätze ersetzt durch Parkhäuser

Die zahlreichen preiswerten Parkplätze des Goßparkplatzes sollen durch teuere Parkplätze privat betriebener Parkhäuser ersetzt werden. Viele Auswärtige kaufen aber gerade wegen des günstigen Großparkplatzes in Erlangen ein. Die Geschäfte der Altstadt befürchten daher existenzgefährdende Umsatzrückgänge.
Zur Zeit bietet der  Großparkplatz (inclusive altes Parkhaus) 1970 Stellplätze, von denen 1850 durch neue Parkhäuser ersetzt werden sollen.

 

 

Q  Querung des Wiesenweges

Der viel befahrene Regnitztal-Radweg (Wiesenweg) zerschneidet das Gelände der Landesgartenschau. Tausende von Besuchern müssen diese Fahrrad- Hauptstrecke überqueren, so dass Unfälle vorprogrammiert sind. Einigermaßen lösen lässt sich dieses Problem nur mit einer Ampelanlage. Den Radfahrern wird  das sicherlich nicht gefallen!

R  Ratsbegehren

Der Erlanger Oberbürgermeister hatte einst mehr Bürgerbeteiligung versprochen. Ein Ratsbegehren zur LGS wäre so  eine Möglichkeit gewesen. (Ein Ratsbegehren ist praktisch  ein vom Stadtrat beschlossener freiwilliger Bürgerentscheid zu einem Thema, bei dem die Entscheidung an den Bürger übertragen wird.) Da kein Ratsbegehren initiiert wurde, mußten die Erlanger  Bürger mit Hilfe unserer „Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau Erlangen“ diesen Bürgerentscheid erst erzwingen.

S  „Schatz“

Die Bewerbungsbroschüre bezeichnet die “ Schönheit des Landschaftsraumes Regnitztal“ als „Schatz“. Dieser Schatz soll jetzt geopfert werden für ca. 3,5 Millionen Euro an Zuschüssen!

Schildbürgerstreiche und Steuergeldverschwendung

Beispiele:
Es ist ein teuerer Umbau des maroden Parkhauses zu einer lichtdurchfluteten  „atriumartigen Blumenhalle“ vorgesehen (Bewerbungsbroschüre). Nach der LGS wird das Gebäude dann abgerissen.
Über die Autobahn ist eine Fußgängerbrücke mit 2 teueren Außenaufzügen vorgesehen (Bewerbungsbroschüre). Da die Autobahn auf einem Damm verläuft, müsste diese Brücke einen gewaltigen Höhenunterschied von ca.10 Metern bewältigen. Doch gleich nebenan besteht ein großer Doppeltunnel, sogar mit Abtrennung der Fahrrad- und Fußwege von den Autos. Die Brücke ist somit überflüssig!

S  Stadtquartier Regnitzstadt

Auf dem heutigen Areal des Großparkplatzes soll nach der Landesgartenschau das neue Stadtquartier „Regnitzstadt“ erbaut werden. Wir sind der Meinung, dass dieses Gelände denkbar ungeeignet ist für eine Wohnbebauung. Eingezwängt zwischen Bahntrasse und Autobahn sind die Anwohner den ständigen Lärm- und Feinstaubemissionen der Bahn und der Autobahn ausgesetzt. Dazu kommen enorme Abgasemissionen und Belästigung durch die Zu- und Abfahrt der Parkhaus-Nutzer.

S  Störche

Die Erlanger Störche finden sich regelmäßig im Regnitzgrund ein, um Nahrung zu suchen. Die Bauarbeiten zur LGS und der Massenansturm von Besuchern werden die Störche ebenso vertreiben wie die geplanten Gross-Events auf der nördlichen Wöhrmühlinsel.
Der Erlanger „Storchenvater“ Michael Zimmermann ist entschiedener Gegner der Landesgartenschau und Mitglied unserer Bürgerinitiative.

T  Trödelmarkt

Der beliebte Trödelmarkt am Großparkplatz muß sich ein neues Gelände suchen.

U  Unterbrechung wegen Hochwasser

Die LGS muß auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden, sobald Hochwasser im Regnitzgrund eintritt. Erst wenn das Hochwasser komplett abgelaufen ist und die zerstörten Wege und Blumenbeete wieder hergerichtet sind, kann die Ausstellung wiedereröffnet werden.

V  Verkehrschaos

Der Verkehr in Erlangen leidet heute schon sehr unter den Baustellen der Bahn, das merken besonders die Ladenbesitzer der Altstadt. In Zukunft kommen weitere Großbaustellen durch die Landesgartenschau und den Bau der Regnitzstadt hinzu. Es ist auch eine Verlegung des Busbahnhofes hinter die Arcaden im Gespräch. Zukünftig müssen dann durch das Nadelöhr des Güterhallen-Tunnels noch zusätzlich die Landkreis-Busse, die Mitarbeiter und Besucher des neuen Landratsamtes und später die Stadt-Umland-Bahn (STUB) geschleust werden. Der langjährige Ausbau der STUB-Trasse kommt noch hinzu.

W  Wasserschutzgebiet

Der Regnitzgrund gehört zum Wasserschutzgebiet der Stadt Erlangen. Der Einsatz chemischer Düngemittel und von Herbiziden (Glyphosphat) sollte dort ausgeschlossen sein. Die Pflege der Beete einer Landesgartenschau, besonders die Unkrautbekämpfung, müßte somit kostenintensiv in Handarbeit erfolgen.

W  Weber Josef

Referent für Planen und Bauen der Stadt Erlangen
Er ist maßgeblich an den Planungen zur Landesgartenschau und Stadtplanung beteiligt.

W  Wirre Stadtplanung

Der heutige Großparkplatz soll einem neuen Stadtquartier „Regnitzstadt“ weichen, mit angeblich hohen ökologischen Anforderungen. Er ist gelegen zwischen A 73 mit ihren Schall-, Feinstaub- u. Abgasemissionen, zahlreichen Parkhäusern mit Anfahrts- und Abfahrtslärm, sowie neu ausgebauten Bahnlinien. Wer möchte hier gerne wohnen?

X  XXL-Aufgabe

Erlangen steht vor XXL-Herausforderungen, was die Stadtentwicklung betrifft. Dabei spielt die Landesgartenschau eine Nebenrolle, was ihre Dringlichkeit betrifft. Sie trägt aber über Jahre zu einer immensen Verschuldung der Stadt bei, so dass wirklich wichtige Zukunftsprojekte aus Geldmangel scheitern werden.

Y  Yes, we can!

Z  Ziel

Die BI gegen die Landesgartenschau Erlangen hat sich zum Ziel gesetzt, die Bürgerbeteiligung zu erzwingen. Dies haben wir bereits erreicht.
Wir sind aber auch zuversichtlich, dass die Erlanger Bevölkerung beim Bürgerentscheid am 7. Mai 2017 mehrheitlich die Landesgartenschau im Regnitzgrund  verhindern wird.