Die BI gegen die Landesgartenschau Erlangen ist auf einem guten Weg!

Noch nie wurden in Erlangen in kürzester Zeit so viele Bürgerinitiativen ins Leben gerufen wie heute. Es engagieren sich Menschen, die sich noch nie zuvor in die Kommunalpolitik eingemischt haben. Da stimmt doch etwas nicht mit den Vorstellungen zur Stadtentwicklung der Ampelkoalition. Der Gipfel der falschen Politik sind die Planungen einer Landesgartenschau im Regnitzgrund. Sie sollen uns vorgaukeln, die Stadt kümmere sich um neues Stadtgrün. Das Gegenteil ist der Fall. Für Grillplätze, Sport-, Spiel- u. Eventflächen soll das letzte stadtnahe Biotop an der Wöhrmühle geopfert werden.

Das können viele mit Erlangen verwurzelte Menschen nicht begreifen, die ihren Regnitzgrund so lieben, wie er jetzt ist. In einen Bürgerentscheid setzen sie ihre ganze Hoffnung.Unsere BI gegen die Landesgartenschau Erlangen ist auf einem guten Weg!

Ein Gedanke zu „Die BI gegen die Landesgartenschau Erlangen ist auf einem guten Weg!

  1. Warum ich persönlich die Landesgartenschau ablehne!

    Wenn ich Erholung suche, spaziere ich gerne, begleitet von viel Vogelgezwitscher, an natürlicher Vegetation entlang, wo ich unerwartet auf seltene Pflanzen und Tiere treffe und fleißigen Insekten bei ihrer Arbeit zusehen kann. Ein solcher Ort, trotz Autobahnnähe, ist vor allem die südliche Wöhrmühlinsel. Dort findet man noch das undurchdringliche Urwald-Dickicht der Auwäldchen und eine weitgehend ursprüngliche Fluß-Landschaft. Möchte ich mir aber lieber Blumenbeete ansehen, kann ich diese ja im nahen Schloßgarten oder im Botanischen Garten bewundern.

    Die Wöhrmühlinsel so zu belassen, wie sie jetzt ist, bringt dem gestressten Städter viel mehr Entspannung, als wenn dieser idyllische Fleck durch Grillparties und Event-Veranstaltungen zu einer „Party-Meile“ verkommt. Das Müllproblem ist an solchen Plätzen ja hinreichend bekannt. Wir brauchen die zusätzlichen Grill-, Spiel- und Eventplätze auch nicht, sind diese doch ausreichend im westlichen Regnitzgrund und südöstlich an der Bayernstr. vorhanden und noch keineswegs überlastet. Mit dem Fahrrad erreicht man sie von der Innenstadt aus in fünf Minuten.

    Die Tiere, welche sich jetzt noch, gut getarnt, im Schilf und Dickicht vor den Menschen verstecken können, verlieren ein letztes Revier in der Nähe der Innenstadt, wenn erst einmal die Menschen in Scharen eingedrungen sind. Bereits im Vorfeld der Landesgartenschau werden die Motorsägen dröhnen, um Platz zu schaffen für Wege und wegen der Verkehrssicherungspflicht. Danach rollen die Bagger an, am Schluß kommen die Gärtner. Diese werden dann die Natur umgestalten in eine am Reißbrett entworfene Gartenbau-Landschaft.

    Ob dies alles rechtmäßig ist, muß ernsthaft bezweifelt werden, denn im Bundesnaturschutzgesetz steht geschrieben (§ 26, 2):

    In einem Landschaftsschutzgebiet dürfen keine Handlungen vorgenommen werden, die den Charakter des Gebietes verändern.

Schreibe einen Kommentar